Rückblick 2018

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Wir stellen Samenbomben her

Auf Einladung des Eberfinger Gartenbauvereins trafen sich 28 Kinder am wunderbar warmen Nachmittag des 07. Novembers auf dem Gelände der Eberfinger Grundschule.

Dieses Mal lernten sie, wie wir alle etwas dafür tun können, dass unsere Insekten ein größeres Nahrungsangebot vorfinden. Zuerst erfuhren sie, welche Pflanzen für welche Insekten als Nahrungsquelle dienen. Anhand trockener Samenstände konnten die Kinder diese Pflanzen anschauen und auch erfühlen. Dann stellten wir aus normaler Erde, Heilerde, Wasser und Samen sogenannte „Samenbomben“ her. Diese sollten erst einmal vollständig trocknen. Im Frühjahr dann, wenn kein Schnee mehr liegt, können die „Bomben“ in Töpfe, Balkonkästen oder auch einfach auf freie Beetflächen gelegt werden, um die für uns alle so lebensnotwendige Insektenvielfalt zu unterstützen.

Diesmal leistete Andrea Hinterholzer tatkräftige Unterstützung, für die wir uns ganz herzlich bedanken. pr

 

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Ist das was oder kann das weg?


Unter diesem Motto trafen sich auch in diesem Jahr wieder Mitglieder und Vorstandschaft des Gartenbauvereins im Mai und Juli zum Unkrautjäten am Kneippbecken. Fröhlich jäteten sich die Teilnehmer durch die Pflanzendecke und tauschten dabei botanisches Fachwissen aus. Wie heißt denn diese Pflanze? Soll die stehen bleiben? Um neue Pflanzennamen bereichert und sicherer im Umgang mit Kräutern am richtigen und am unerwünschten Standort (sogenannte Unkräuter) stärkte man sich zwischendurch mit Kaffee und Keksen.

Interessant zu sehen war, welche der gepflanzten Stauden sich durchsetzen konnten, kümmern oder wuchern und welche der einjährigen Pflanzen es geschafft haben, sich wieder auszusäen und zu keimen. Welche Pflanzen werden wohl die beim Jäten entstandenen Lücken besetzen und welche behaupten sich gegen die Schnecken? Es bleibt spannend, wie sich der Stauden und (Wild-) kräuterhang am Kneippbecken im Laufe der Jahreszeiten und der Jahre entwickeln und verändern wird.

Wer glaubt, jäten sei langweilig, Sorge hat, „zuviel“ zu jäten oder einfach Lust hat dabei zu sein, hilft im nächsten Jahr einfach mit.  cd

 

 

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Gemeinsam für Biene, Hummel und Co


Unter diesem Motto führte das Landratsamt Weilheim in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege, den Kreisverbänden Weilheim/Schongau der Imker, dem Bund Naturschutz-Ortsgruppe Penzberg, dem Team Transitionswoods, Blütenbotschafterinnen von SlowFood Pfaffenwinkel und  Naturgartenberaterinnen eine Informationsveranstaltung durch. In den letzten Monaten konnte man in den Medien verstärkt Berichte über den Klimawandel, das Insekten- und Artensterben finden wobei für Forscher das Insektensterben das dringlichste Thema zu sein scheint. Im Ökosystem haben diese Lebewesen eine tragende Rolle. Als Nahrungsquelle für Vögel und andere Tiere, als Abfallverwerter und Humusproduzenten, Landschaftsgärtner und natürlich Bestäuber. 90 Prozent aller Blühpflanzen sind auf Bestäubung durch Insekten angewiesen. Ihr Verschwinden würde einen Kaskadeneffekt bedeuten, dessen Ausmaß noch gar nicht abzusehen ist.

Forscher des Club of Rome zeigten 1972 in ihrem ersten Bericht die „Grenzen des Wachstums“ auf. Sie skizzierten in einer bedrückenden Analyse die Folgen des Raubbaus an den Ressourcen der Erde. Viele dieser düsteren Prognosen sind heute, 50 Jahre später, eingetreten. Die damaligen Ratschläge blieben ungehört.
Am 24. Mai 2015 erschien die Enzyklika LAUDATO SI von Papst Franziskus über die Sorge für das gemeinsame Haus. In seinem Aufruf beschreibt er im ersten Kapitel was unserer Erde widerfährt. Umweltverschmutzung und Klimawandel, die Wasserfrage, der Verlust  biologischer Vielfalt, die Verschlechterung der Lebensqualität und sozialer Niedergang werden beschrieben.  Weltweite  soziale Ungerechtigkeit, die Schwäche der Reaktionen, die Unterschiedlichkeit der Meinungen werden beklagt.
Wir müssen lernen verantwortungsvoller mit dem Planeten umzugehen – eine zweite Erde steht nicht zur Verfügung.

So waren alle beteiligten Organisationen am Samstag, dem 29. September, im Festsaal des Gasthofes Zur Post bemüht, den Besuchern  eine fundierte und sachkundige Information und Tipps für insektenfreundliche Gärten, Kulturlandschaften und Gemeinden zu bieten. Die Stände waren von hoher Qualität und liebevoll platziert. Exkursionen in den Schulwald mit Prof. Ammer, zur Imkerei Mayr,  zu unserer Kneippanlage durch Claudia Dittmann und Dietmar Valentin mit Erklärungen durch Frau Hohenleitner vor Ort rundeten das Programm ab. Der Multivisionsvortrag von Roland Günter „Wunder Welt Wiese“ am Nachmittag bildete den Abschluss der gelungenen Veranstaltung, die mehr Besucher verdient hätte.

Beeindruckt von den dargebotenen Informationen beschloss die Gemeinde Eberfing mit gutem Beispiel voranzugehen. Auf gemeindeeigenen Flächen soll durch Verzicht auf Glyphosat und Anlegen von Blühstreifen  die Biodiversität gefördert werden.  dv

 

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Ein Sommerfest, das seinem Namen Ehre machte

Dieser Sommer machte alles möglich, auch ein Sommerfest des Gartenbauvereins bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. Nach verregneten Jahren, in denen das Fest im Sportheim stattfinden musste, konnte heuer wieder draußen auf Bierzeltgarnituren unter dem Sonnenschirm gefeiert werden. In ausgelassener Stimmung und geselliger Runde genossen die Besucher neben Gegrilltem auch wieder Vegetarisches, zu dem Andrea Hinterholzer wieder ihren unschlagbar leckeren Mozzarella beigesteuert hatte. Zu vorgerückter Stunde klang ein wunderbares Fest gemütlich an der Feuerschale aus. Nachdem wir jetzt wissen, wie das mit dem Wetter zum Sommerfest geht, freuen wir uns darauf, im nächsten Jahr neben unseren Mitgliedern auch noch mehr Nicht-Mitglieder begrüßen zu dürfen.

 

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Gartenführungen in Steingaden

Seit einigen Jahren gibt es in unserem Landkreis das Projekt Gartenwinkel-Pfaffenwinkel. Die Vorstandschaft des Gartenbauvereins beschloss daher künftig die Vielfalt der Gärten im Nahbereich als Ziel kommender Lehrfahrten auszusuchen.

So versammelten sich am 30. Juni Gartenliebhaber am Dorfplatz um in Fahrgemeinschaften nach Steingaden aufzubrechen. Nach kurzer Anfahrt trafen alle 30  Teilnehmer am Klostergarten St. Johannes ein. Wir wurden schon von einer Gästeführerin des dortigen Gartenvereins erwartet, die uns sehr fachkundig und lebhaft durch die zwölf Themenkreise mit vielerlei Heilpflanzen, duftenden Kräutern und Nutzpflanzen, Symbolpflanzen, Pflanzen der Bibel, bunten Garten- und Wildblumen leitete. Das gotische Steinlabyrinth im Rasen als spirituelles Zentrum motivierte zum Barfußgang mit fünf Umgängen. Es verbindet Himmel und Erde, Gott, Mensch und Schöpfung und symbolisiert mit seinem kreuzungsfreien Umkehrweg den Lebensweg des Menschen hin zur eigenen Mitte und zu Gott. Beeindruckt von diesem Gemeinschaftsprojekt und dem Wissen unserer Führerin bedankte sich Claudia Dittmann mit einem kleinen Geschenk.

Zwei Privatgärten waren unser nächstes Ziel. Frau Roberta Leimbach, die Vorsitzende des dortigen Gartenvereins öffnete ihre „Kleine Gartenwelt“. Uns erwartete ein in Gartenräume gegliederter, liebevoll und romantisch bepflanzter Garten. Viele Rosen und Clematis, Stauden aller Art wuchsen und blühten um die Wette.  Besonders beeindruckend waren prächtige einmalblühende Kletterrosen (Rambler), die in alte Obstbäume hineinrankten. Die Freiflächen in den Gartenzimmern waren bereits liebevoll bestuhlt und die Tische gedeckt. Bereitwillig beantwortete die Gastgeberin alle Fragen. Dann ging es weiter zum „Garten am Teich“ der Familie Böglmüller, der in unmittelbarer Nachbarschaft liegt. Hier waren die Schwerpunkte ein kleiner Teich, eine Feuerstelle, Spielgeräte und ein kleiner Gemüseteil. Ein deutlicher Kontrast zum vorherigen Garten.

Ein wenig müde angesichts der Hitze  kehrten alle wieder zurück in die Kleine Gartenwelt, wo uns Erfrischungsgetränke, Kaffee und Kuchen zum Abschluss des Ausfluges gegen einen kleinen  Obolus gereicht wurden. Freundinnen der Gastgeberin aus dem Gartenverein halfen beim Bedienen. So konnten wir erschöpft, aber rundum zufrieden mit vielen neuen Eindrücken und Plänen für den eigenen Garten die Heimfährt antreten. dv

 

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Gelungener Pflanzentausch

Zum traditionellen Pflanzentauschmarkt hatte der Eberfinger Verein für Gartenbau und Landespflege am 14. April wieder vor die alte Gemeindekanzlei in der Ettinger Straße eingeladen. Bei bestem Wetter tauschten oder verschenkten dort rund 30 interessierte Gartenfreunde ihre mit gebrachten Pflanzen. Rasch war das Grüngut vergeben. Bei Kaffee und Kuchen konnte dann die Gelegenheit zum regen Gedankenaustausch und für Tipps unter Gleichgesinnten genutzt werden.  dv

 

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Osterbasteln

Am Nachmittag des 21. März trafen sich heuer auf Einladung des Eberfinger Gartenbauvereins 15 Kinder in der Eberfinger Grundschule, um gemeinsam österliche Deko-Objekte zu basteln. Die Arbeit mit den verschiedensten Materialien bereitete den Kindern viel Freude und sie waren mit Feuereifer bei der Sache. Ein gelungener Nachmittag mit schönen Bastelergebnissen. pr

 

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Baumpflanztag

Auch in diesem Jahr bot der Eberfinger Gartenbauverein wieder seine Baumpflanzaktion für die Kinder der ersten und zweiten Klasse der Grundschule Eberfing an. Ein Spätwintereinbruch umrahmte am 21. März den Baumpflanztag für die Schulkinder, bei dem sie die vom Gartenbauverein zur Verfügung gestellten Obstgehölze erhielten. 25 Obstgehölze (vier Mal Apfel, Sorte Santana; drei Mal Zwetschge, Sorte Schönberger; acht Himbeeren, vier Johannisbeeren, drei Jostabeeren, zwei Stachelbeeren und eine Brombeere) hatten die Schulkinder ausgesucht.

Nach der Begrüßung und Ansprache des 2. Vorsitzenden Matthias Müller gingen Eltern und Kinder mit Baumwart Dietmar Valentin in den Garten um der Demonstrationspflanzung mit fachlicher Erklärung beizuwohnen. Anschließend konnten alle den vom Elternbeirat gespendeten Kuchen und Getränke genießen.

Mit dem Hinweis, die doch etwas empfindlichen Pflanzen angesichts des Wetters mit Nachtfrösten doch noch ein paar Tage geschützt fachgerecht aufzubewahren, gingen Eltern, Großeltern und Kinder glücklich nach Hause bzw. zur Schule zurück. dv

 

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Fünftes Ramadama in Eberfing

Am 21. April fand zum fünften Mal das jährliche Ramadama in Eberfing statt, wie gewohnt bei Sonnenschein und diesmal schon fast sommerlichen Temperaturen. Der Einladung des Eberfinger Vereins für Gartenbau und Landespflege waren heuer rund 30 Eberfinger Kinder, Jugendliche und Erwachsene gefolgt. Ausgangspunkt in diesem Jahr war die Eberfinger Kneippanlage, sodass die Teilnehmer bevorzugt im Oberdorf, aber auch an den Ausfallstraßen und bis zur Roten Kapelle ausschwärmten.

Wieder füllte sich ein ganzer Anhänger voll mit dem gesammelten Müll. Aber die „Müllausbeute“ ist weiter rückläufig, wenn auch nicht an allen Stellen. Besonders an der Freifläche in der Nähe der Roten Kapelle war die Sammelaktion „lohnenswert“.  Belohnt wurden alle Helferinnen und Helfer nach getaner Arbeit mit einem Mittagessen, zu dem wieder die Gemeinde eingeladen hatte. Die Verpflegung übernahm heuer der „Gasthof Waldherr“. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und Mitwirkenden für dieses gelungene und erfolgreiche Ramadama! cd

 

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Vorstandschaft des Gartenbauvereins bestätigt

Am 16. März fand beim Verein für Gartenbau und Landespflege e. V. Eberfing die Mitgliederversammlung mit Neuwahlen und Ehrung langjähriger Mitglieder statt. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Claudia Dittmann wurde eine Gedenkminute für unser verstorbenes Mitglied Annemarie Echtler eingelegt.

Unterstützt mit einer Powerpoint-Präsentation berichtete Fanny Westenrieder über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Der Verein hat nun 181 Mitglieder. Die Kasse wurde von Anneliese Walser wieder mustergültig geführt und weist für das Rechnungsjahr erneut einen Überschuss aus. So konnte die Kassenprüferin Monika Westenrieder die Entlastung der Vorstandschaft vorschlagen. Dem folgten die anwesenden Mitglieder (31) einstimmig.

Für die Abwicklung der Neuwahl der Vorstandschaft erklärte sich wieder 1. Bürgermeister Georg Leis als Wahlleiter bereit. Josef Aderbauer legte sein Amt als Beisitzer nieder um sich seiner neuen Aufgabe als Seniorenbeauftragter der Gemeinde besser widmen zu können. Dafür erklärte sich Elfriede Appoltshauser bereit in der Vorstandschaft neu mitzumachen.Alle anderen Vorstandsmitglieder stellten sich in gleicher Funktion wie bisher der Wahl. Ohne Gegenstimmen wurde alle Kandidaten gewählt. Anschließend wurde Franziska Westenrieder für 25 Jahre Mitgliedschaft im Verein mit Urkunde und Anstecknadel des Landesverbandes geehrt. Hans Mährle war leider verhindert.

Mit einer besonderen Ehrung der Gemeinde überraschte der Bürgermeister Anneliese Walser und Dietmar Valentin. Beide erhielten die Eberfinger Ehrenmedaille in Bronze für 15 Jahre Vorstandsarbeit im Gartenbauverein. Erfreut über die Wertschätzung der Gemeinde für ihre langjährige Ehrenamtstätigkeit nahmen sie Urkunde und Medaille dankbar entgegen.

Georg Leis dankte dem Verein und seinen Mitgliedern in seinem Grußwort für Engagement und das gute Miteinander. Er setzt bei den bevorstehenden Aufgaben in der Gemeinde auf weiterhin gute Zusammenarbeit.

Nach dem Überblick über die geplanten Aktivitäten 2018 erfreute Claudia Dittmann mit ihrem Vortrag über "Zauber- und Hexenkräuter" ihre Zuhörer. Der diplomierten Biologin war es eine Freude mit Erzählungen und Anekdoten über diverse Blumen und Stauden in Garten und Flur, deren Bedeutung für die Menschen des Altertums und in der Neuzeit darzustellen.

Mit dem obligaten Blumentöpfchen verabschiedete die Vorsitzende die Mitglieder in das neue Gartenjahr.  dv